Regeln Schocken: Anleitung, Varianten und Tipps für das beliebte Würfelspiel
Schocken ist ein schnell gelerntes, geselliges Würfelspiel — oft auch als Trinkspiel gespielt — das regional viele Regelvarianten kennt. Diese Anleitung erklärt die gängigsten Regeln, den Spielablauf, typische Kombinationen und sinnvolle Hausregeln, damit du direkt loslegen kannst.
Was ist Schocken?
Schocken ist ein Würfelspiel für mehrere Personen, das häufig in Kneipen, bei Feierlichkeiten oder als Trinkspiel gespielt wird. Ziel ist es, in jeder Runde die niedrigste (oder in manchen Varianten die höchste) Würfelkombination zu vermeiden — wer verliert, gibt Teile seiner Spielmarken (»Schockbesteck«) ab oder muss trinken. Die Regeln sind regional unterschiedlich; hier findest du eine weit verbreitete und leicht verständliche Variante.
Ausrüstung und Vorbereitung
- Pro Spieler: ein Würfelbecher und drei Würfel (oft 3 gleiche Würfel pro Spieler oder gemeinsamer Würfelpool).
- Schockbesteck: eine Leiste mit üblicherweise 13 Markern (Holzstäbchen, Chips o.Ä.), die jeder Spieler zu Beginn in der Mitte anordnet. Verliert ein Spieler eine Runde, gibt er Marker ab.
- Tisch und Platz in Reihenfolge: die Spielreihenfolge erfolgt im Uhrzeigersinn.
Grundregeln — Ablauf einer Runde
Der typische Ablauf einer Schocken-Runde:
- Alle Spieler würfeln reihum mit drei Würfeln (manche Varianten starten gleichzeitig).
- Jeder Spieler hat bis zu drei Würfe pro Runde. Nach jedem Wurf darf er beliebig viele Würfel liegen lassen und die übrigen erneut würfeln.
- Am Ende seines Zugs verkündet der Spieler seine endgültige Kombination (manchmal verdeckt/laut, je nach Hausregel).
- Die Spieler vergleichen ihre Ergebnisse entsprechend der Rangordnung der Kombinationen. Der Verlierer muss eine dafür festgelegte Strafe ausführen (z. B. Marker abgeben oder trinken).
Hinweis zur Spielreihenfolge
Üblich ist, dass jeder Spieler versucht, die bisher beste Ansage zu überbieten. Wird die Ansage nicht überboten, verliert der aktuell Gespannte (abhängig von Hausregeln). Manche Gruppen spielen jedoch einfach jeder gegen jeden und ermitteln so den niedrigsten Wert.
Kombinationen und Wertung (gängige Variante)
Es gibt mehrere Systematiken — eine verbreitete Einteilung ist:
- Dreier (Triples): drei gleiche Augen (z. B. 6-6-6). Triples werden in der Regel nach Augenhöhe sortiert (666 > 555 > ... > 111).
- Paar + Einzel: zwei gleiche Augen plus eine andere Zahl. Die Wertung orientiert sich daran, welche Zahl das Paar bildet und welches die Einzelzahl ist — oft wird das Paar als vorrangig betrachtet, das Einzel gibt die letzte Ziffer.
- Sonderkombinationen: Viele Gruppen definieren besondere Kombinationen wie 1-2-3 als „Schock“ oder „Aus“ (häufig automatisch schlechteste Kombination oder sofortiger Verlierer). Andere setzen 4-5-6 als bestmögliche Kombination ein.
Wichtig: Die exakte Rangfolge (z. B. ob 1-2-3 gut oder schlecht ist) unterscheidet sich regional. Vereinbart die Rangfolge vor Spielbeginn, damit es später keine Diskussionen gibt.
Beispiel: Vergleich von Ergebnissen
Angenommen, die feste Regel lautet: Triples > Paarkombinationen > sonstige Einzelwerte, dann gilt:
- 6-6-6 schlägt 5-5-5
- 4-4-2 (Paar Vierer mit Einzel 2) schlägt 3-3-6
- 1-2-3 wäre je nach Vereinbarung Sonderfall (automatischer Verlierer oder Gewinner)
Schockbesteck & Strafen
Das Schockbesteck dient zur Anzeige von Verlusten. Häufiges Vorgehen:
- Jeder Spieler legt zu Beginn gleich viele Marker in die Mitte.
- Verliert ein Spieler eine Runde, muss er X Marker abgeben (z. B. 1 oder 2). Sind alle Marker weg, ist der Spieler ausgeschieden oder zahlt eine vorher festgelegte Strafe (z. B. Runde ausgeben).
- Manche Runden sehen Sonderstrafen vor, z. B. wenn jemand „geschockt“ wurde (besonders schlechte Kombination), muss er mehr abgeben oder extra trinken.
Beliebte Varianten und Hausregeln
- „Trinken“: Oft fungiert Schocken als Trinkspiel: Verlierer trinkt statt Marker abzugeben.
- „Verdeckte Ansage“: Spieler geben ihre Kombination verdeckt an; Spannung steigt, weil Bluffen möglich ist.
- „Mit Setzrunde“: Vor dem Würfeln wird ein Einsatz (Wette, Getränk) platziert.
- Turniermodus: Die Deutsche Schockmeisterschaft und regionale Turniere haben feste, offizielle Regelwerke — für Wettkämpfe empfiehlt sich die Nutzung dieser Standards (siehe schockmeisterschaft.de).
Strategie-Tipps
- Nutze die drei Würfe: Entscheide früh, ob ein Paar genügend ist oder ob du riskant nach einem Triple gehen willst.
- Beobachte die Mitspieler: Wenn wenige Marker übrig sind, werden riskantere Spielzüge wahrscheinlicher — passe deine Strategie an.
- Absprachen vor Spielbeginn: Klare Festlegung von Sonderkombinationen (z. B. 1-2-3) verhindert Streit.
Häufige Fragen (FAQ)
- Muss Schocken ein Trinkspiel sein?
- Nein. Viele spielen das Spiel ohne Alkohol, nur mit Markern oder Chips. Die Strafen sind frei wählbar.
- Wie viele Spieler sind ideal?
- 4–8 Spieler sind ideal — das Spiel funktioniert aber auch mit mehr Personen, solange die Reihenfolge klar ist.
- Gibt es offizielle Regeln?
- Es gibt verschiedene offizielle Regelwerke für Wettbewerbe (z. B. regionale Meisterschaften). Für gesellige Runden empfiehlt es sich, vor Spielbeginn eine Variante zu vereinbaren. Offizielle Sammlungen und Regeln findest du z. B. bei Schockfreunde (schockfreunde.de) oder spielregeln.de.
Fazit
Regeln Schocken lassen sich schnell lernen, doch die zahlreichen Varianten machen das Spiel flexibel und unterhaltsam. Klärt vorab die Wertung von Sonderkombinationen (wie 1-2-3 oder 4-5-6), die Höhe der Strafen und ob Alkohol involviert ist. So bleibt das Spiel fair, spaßig und konfliktfrei — ideal für Kneipenabende, Partys oder Turniere.
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